Oberndorf (niederdeutsch Öberndörp) ist eine Gemeinde an der Oste in der Samtgemeinde Land Hadeln im Landkreis Cuxhaven in Niedersachsen. Zu dem links der Oste gelegenen Hauptort Oberndorf gehört ebenfalls das rechts der Oste gelegene Bentwisch.
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
![]() | Koordinaten: 53° 45′ N, 9° 9′ O |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Landkreis: | Cuxhaven |
| Samtgemeinde: | Land Hadeln |
| Höhe: | 1 m ü. NHN |
| Fläche: | 32,71 km2 |
| Einwohner: | 1371 (31. Dez. 2022) |
| Bevölkerungsdichte: | 42 Einwohner je km2 |
| Postleitzahl: | 21787 |
| Vorwahlen: | 04771, 04772, 04778 |
| Kfz-Kennzeichen: | CUX |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 52 042 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Marktstraße 21, 21762 Otterndorf |
| Website: | www.oberndorf-oste.de |
| Bürgermeister: | Detlef Horeis (SPD) |
Geschichte
1316 wurde Oberndorf als Overdorpe das erste Mal urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich fand die Eindeichung an der Elbe und Oste seit der Mitte des 12. Jahrhunderts statt und Siedlungen entstanden. Die St. Georgskirche nahe am Ostedeich wurde 1379 erstmals urkundlich erwähnt. Der noch bestehende niedrige Turm und die erste Kirche sind wahrscheinlich um 1300 entstanden. 1653 wurde die heutige Kirche an die Stelle des gotischen Vorgängerbaus erstellt. Der hohe Turmhelm entstand 1717.
Die Siedler in den Marschen waren freie Bauern, die ihre Richter und Landgeschworenen selbst wählten. Von 1502 bis 1511 schloss Oberndorf mit dem Kirchspiel Geversdorf ein Bündnis mit dem Land Kehdingen. Die Herren von Brobergen besaßen in Oberndorf das Bürgergericht bestehend aus Schulzen, Schöppen und Rathmannen. Nach der Ansiedlung von Handwerkern, Kaufleuten und Schiffern wurde Oberndorf im 17. Jahrhundert ein Flecken. Der Tonabbau in der Flussmarsch führte im 19. Jahrhundert zum Aufbau der Ziegelindustrie.
Die Gemeinden Bülkau und Oberndorf schlossen sich mit Wirkung vom 1. Januar 1970 der Samtgemeinde Am Dobrock an, die 2016 in der Samtgemeinde Land Hadeln aufging. Seit 1977 ist die Flussquerung über eine Brücke möglich, die die alte Fährverbindung ablöste.
